Baugeldstudie 2008: Darlehensnehmer kennen viele Kreditarten nicht

Wenn es um das Thema Immobilienfinanzierung geht, haben viele Deutsche Nachholbedarf. Dem Namen nach kennen die meisten lediglich Annuitätendarlehen, Festzinsdarlehen und Vollfinanzierungen. Kreditarten wie Kombidarlehen, Realkredit oder die Familienhypothek sind nur jedem Dritten bekannt. Das hat die Baugeldstudie 2008 des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount ergeben.

Acht von zehn Befragten können mit den Begriffen Annuitätendarlehen, Festzinsdarlehen oder Vollfinanzierung etwas anfangen. Am wenigsten geläufig sind laut der Studie die Kreditarten Reservierungshypothek oder Familienhypothek, die im Durchschnitt nur einer von zehn Studienteilnehmern kennt. „Dieses mangelnde Wissen kann Darlehensnehmer viel Geld kosten, weil sie mögliche Kreditalternativen nicht in Betracht ziehen. Da sie die Darlehen nicht kennen, können sie im Beratungsgespräch nicht einmal danach fragen“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Die Folge: Viele Darlehensnehmer finanzieren ihre Immobilie mit Krediten, die nicht optimal auf sie abgestimmt sind. So wissen beispielsweise nur 51 Prozent von variablen Krediten und nur 31 Prozent von Kombikrediten, obwohl sich diese Kreditarten gerade für Darlehensnehmer mit variablen Gehaltsanteilen eignen. Für die Baugeldstudie 2008 wurden 552 Männer und Frauen aus ganz Deutschland befragt.

Die Studie in Zahlen:

Welche Darlehensarten/Begriffe kennen sie dem Namen nach? (Mehrfachnennungen möglich)

· Annuitätendarlehen: 85,5 Prozent

· Festzinsdarlehen: 81,9 Prozent

· Vollfinanzierung: 80,6 Prozent

· Forward-Darlehen: 64,9 Prozent

· Variable Darlehen (Flex-Darlehen): 51,1 Prozent

· Realkredit: 37,7 Prozent

· Kombi-Darlehen: 31,3 Prozent

· Rentenhypothek: 20,7 Prozent

· Familienhypothek: 11,2 Prozent

· Reservierungshypothek: 9,6 Prozent

· Keine: 2,7 Prozent

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