Baugeldstudie: Wissen um Immobilienkredite bleibt schlecht

Baugeldstudie

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Viele Deutsche kennen neue Kreditarten nicht / Vor dem Bankgespräch mit Hilfe von Büchern informieren

Viele Deutsche kennen sich kaum mit der Vielzahl an Kreditarten aus, die es mittlerweile gibt. Laut Baugeldstudie 2010 des Kreditvermittlers HypothekenDiscount sind Begriffe wie Familiendarlehen, Realkredite, Flexkredit oder variable Darlehen nur jedem vierten bis fünften Deutschen bekannt. Darlehensnehmer sollten sich auf Bankgespräche besser vorbereiten. „Weil es an Wissen fehlt, verzichten viele Darlehensnehmer auf passgenaue Finanzierungen, die mehr Sicherheit oder Flexibilität bringen“, sagt Kai Oppel. Der Finanzexperte ist Autor des Buches „Immobilienfinanzierung: Neue Kredite, neue Wege“ und Sprecher des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount.

Wie die Online-Befragung unter mehr als 500 Teilnehmern ergeben hat, sind lediglich die klassischen Finanzierungsformen Festzinsdarlehen und Vollfinanzierung für rund 65 Prozent der Befragten ein Begriff. Variable Darlehen kennen dagegen dem Namen nach nur 23,6 Prozent. Von KfW-Kombidarlehen haben laut Befragung 22,6 Prozent etwas gehört, einen Realkredit kennen 20,6 Prozent und die Familienhypothek lediglich 17,8 Prozent. „Durch mangelndes Wissen über verschiedene Finanzierungsvarianten verschenken Immobilienkäufer mitunter viel Geld“, sagt Oppel. Denn: Mit der Familienhypothek können sich Familien beispielsweise einen Kinderrabatt und Zinsanpassungsoptionen sichern, mit denen sich die Kreditrückführung der finanziellen Situation anpassen lässt. Und KfW-Kombidarlehen ermöglichen die Kreditaufnahme zu vergünstigten Konditionen.

Auch mit dem Begriff „Forward-Kredite“ wissen viele Deutsche laut der HypothekenDiscount-Umfrage nichts anzufangen. Nur knapp jedem Zehnten (8,5 Prozent) ist demnach klar, dass man mit einem Forward-Kredit frühzeitig eine Anschlussfinanzierung absichern kann – auch wenn die Zinsbindungsfrist erst in einigen Jahren ausläuft. Das Wort Prolongation, ein anderer Begriff für Anschlussfinanzierung, ist ebenfalls nur knapp jedem zehnten Deutschen bekannt. Bereits in den vorausgegangenen Studien zum Thema Kreditwissen hat sich gezeigt, dass sich viele Deutsche mit Fachbegriffen aus der Welt der Immobilienfinanzierung nur unzureichend auskennen.

In dem Buch „Immobilienfinanzierung: Neue Kredite, neue Wege“ (2. Auflage 2009 / 128 Seiten / Haufe Verlag) geht Oppel ausführlich auf das Thema Kreditvielfalt ein. Er zeigt, welche Kreditform sich für welchen Darlehensnehmer eignet – und welche Chancen und Risiken bestimmte Darlehensarten bergen.

Baugeldstudie: Welche Darlehensarten / Begriffe kennen Sie dem Namen nach?

· Festzinsdarlehen: 66,5 Prozent

· Vollfinanzierung: 64,4 Prozent

· Annuitätendarlehen: 25,9 Prozent

· Variable Darlehen (Flexdarlehen): 23,6 Prozent

· KfW-Kombidarlehen: 22,6 Prozent

· Realkredit: 20,6 Prozent

· Familienhypothek: 17,8 Prozent

· Prolongation: 9,5 Prozent

· Forward-Darlehen: 8,5 Prozent

· Keine: 19 Prozent

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Ein Kommentar zu Baugeldstudie: Wissen um Immobilienkredite bleibt schlecht

  1. Jonas sagt:

    In einer solch unübersichtlichen Flut von Angeboten kann man sich ja auch kaum zurecht finden. Man sollte auf jeden Fall einen Makler seines Vertrauen hinzuziehen, um nicht komplett den Überblick zu verlieren.

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