Die Immobilie unter dem Weihnachtsbaum: Baugeld bleibt günstig

Für Darlehensnehmer ist jetzt schon Weihnachten: Mit Zinssätzen ab rund 4,5 Prozent sind Hypothekenkredite preiswert und ermöglichen einen kostengünstigen Immobilienerwerb. Der Baugeldvermittler HypothekenDiscount geht davon aus, dass die Preise für Immobilienkredite in den kommenden Wochen in einem Korridor von 0,1 bis 0,3 Prozentpunkten schwanken.

Auch Ende November bestätigt sich erneut die Markteinschätzung unseres Hauses: Die Inflationsrisiken in Europa steigen – dennoch pendelt das Zinsniveau für Hypothekendarlehen in den kommenden Wochen um das aktuelle Niveau. Die Mitglieder der Europäischen Zentralbank sitzen weiterhin in der Zwickmühle und werden vorerst keine Signale für Leitzinserhöhungen senden.

Auf der einen Seite drohen die Preise heiß zu laufen. Die Geldmenge M3, deren Entwicklung nach Auffassung der Europäischen Zentralbank einen positiven Zusammenhang mit der Inflation hat, ist aus dem Ruder gelaufen und bewegt sich derzeit weit oberhalb des angepeilten Korridors. Wer von diesem Indikator wenig hält, sollte die jüngst veröffentlichte Preissteigerungsrate stutzig machen. Mit drei Prozent hat die Inflation in Deutschland den höchsten Stand seit 14 Jahren erreicht.

Auf der anderen Seite ist die Gefahr eines Konjunktureinbruchs in Europa nicht vom Tisch. Seit Monaten belastet die Kreditkrise die internationalen Kapitalmärkte – bereits mit spürbar negativen Folgen für die Realwirtschaft. Die Prognose für das Wirtschaftswachstum im Euroraum wurde von den Volkswirten nach unten korrigiert. Nach 2,5 Prozent in diesem Jahr dürfte sich das Wachstum in der Eurozone auf 1,8 Prozent abkühlen – vorausgesetzt der explosive Mix aus steigenden Ölpreisen, eines fallenden Dollars und andauernder Kreditkrise hinterlässt keine stärkeren Bremsspuren.

Diese Angst jedenfalls treibt die amerikanische Notenbank Federal Reserve an. Nach den jüngsten US-Wirtschaftskennzahlen ist eine erneute Leitzinssenkung in den USA ausgemachte Sache. Schon nach der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses im Dezember dürfte Fed-Chef Ben Bernanke eine Senkung von 4,5 auf 4,25 Prozent verkünden. Ihren europäischen Kollegen machen die Fed-Mitglieder damit das Leben nicht leichter: Der Dollar dürfte weiter gegenüber dem Euro an Wert verlieren. Ein Grund mehr, der gegen eine Leitzinserhöhung in Euroland spricht.

Wirkliche Eile ist für Häuslebauer und Anschlussfinanzierer also nicht geboten – doch Wachsamkeit allemal. Die Finanz- und Kapitalmärkte reagieren nach wie vor auf jede Nachricht sehr sensibel. Nachdem am vergangenen Mittwoch klar wurde, dass die Fed ihre Zinsen senken wird, reagierten die Börsen weltweit mit einem Feuerwerk. Auch in Europa und Deutschland sind die Investoren trotz weiter sinkenden Ifo-Geschäftsklimaindexes aus dem sicheren Anleihemarkt ausgestiegen und in die spekulativen Aktienmärkte eingestiegen. Zehnjährige Bundesanleihen, die als Vergleichsmaßstab für die Preise von Hypothekendarlehen dienen, notierten mehr als einen zehntel Punkt über Vortagsniveau. Doch schon die nächst Hiobsbotschaft vom Ölmarkt oder aus den Krisenregionen dieser Welt kehrt die Entwicklung sofort ins Gegenteil.

Zins-Tendenz
kurzfristig: seitwärts schwankend
mittelfristig: steigend

Immobilienfinanzierung: Kredite für Immobilien bleiben bis Jahresende günstig

Wer den Kauf einer Immobilie plant oder nach einer attraktiven Anschlussfinanzierung für Haus oder Wohnung sucht, sollte in diesen Tagen zwar wachsam die Schwankungen bei den Finanzierungsangeboten beobachten. Der Baugeldvermittler HypothekenDiscount warnt jedoch vor übereilter Betriebsamkeit. Die Zinsen für Immobilienkredite liegen gut einen halben Prozentpunkt niedriger als noch im August dieses Jahres. Darlehen mit 10 Jahren Festzinsvereinbarung gibt es für unter 4,6 Prozent. HypothekenDiscount rechnet damit, dass Hypothekenkredite auch in den kommenden Wochen so preiswert bleiben.

Anfang dieser Woche war es wieder einmal soweit: Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt hat in den von Turbulenzen geschüttelten Geldmarkt eingegriffen. Doch anders als in den vergangenen Monaten, als die Währungshüter wegen der Krise um faule US-Immobilienkredite immer wieder Geld in den Markt pumpen mussten, versuchte die EZB nun das Gegenteil zu erreichen. Sie entzog dem Markt 27,75 Millionen Euro, um den Zinssatz für Eintagesgeld in die Nähe des aktuellen Leitzinses von vier Prozent zu steuern. Doch die Operation der Notenbank schlug fehl: Der sogenannte Overnight-Zinssatz fiel auf 3,4 Prozent, weil die Geschäftsbanken ihre Liquidität hoch halten.

Hohe Liquidität – ein Faktor, der angesichts niedriger Zinsen die Börsen stützt. Gemeinsam mit den zuletzt positiven Wachstumsdaten für Deutschland und die Euro-Zone haben die steigenden Aktienkurse schwächere Rentenmärkte zur Folge. Sinkende Anleihekurse aber bedeuten in der Marktmechanik steigende Renditen. Zehnjährige Bundesanleihen, die eine gute Orientierung für die Preisentwicklung von Hypothekendarlehen sind, notierten zuletzt leicht höher und pendeln derzeit um 4,15 Prozent.

Die Mitglieder der Europäischen Zentralbank tendieren wegen gestiegener Inflationsgefahren mehrheitlich zu einer Fortsetzung ihres seit einigen Monaten unterbrochenen Zinssteigerungszyklus’. Doch die Gemengelage ist unübersichtlich und die weltweiten Folgen der Subprimekrise noch immer nicht in vollem Ausmaß abzuschätzen. Höhere Leitzinsen in Euroland würden dem ohnehin starkem Euro weiter Auftrieb geben. Die Exportwirtschaft, die zu 45 Prozent unsere Konjunktur bestimmt, verlöre an Schwung.

Auf der anderen Seite hat ein schwacher Dollar etwas Positives: Er verschafft dem US-Export Wettbewerbsvorteile. Das zusätzliche Wachstum, was erwirtschaftet wird, kann einen Teil der durch die Immobilienkrise ausgelösten Konsumschwäche ausgleichen – und die US-Wirtschaft vor einer Rezession mit weltweit negativen Konjunkturfolgen bewahren. Auch deshalb warten viele Experten mit Spannung auf die für nächsten Dienstag anberaumte Konjunktureinschätzung der US-Notenbank. Fed-Chef Ben Bernanke hat angekündigt, künftig vierteljährlich Projektionen für Wachstum und Inflation zu veröffentlichen.

Bauherren und Immobilienkäufer sollten das derzeit noch immer historische Zinstief nutzen und sich mit einer langen Zinsbindung absichern. So beträgt der Aufschlag für ein zwanzigjähriges gegenüber einem zehnjährigen Darlehen aktuell nur rund 0,25 Punkte –günstiger war das deutliche Plus an Sicherheit selten zu bekommen. Auch Anschlussfinanzierer profitieren von sehr günstigen Forwarddarlehen, mit denen sie sich die Top-Konditionen bis zu fünf Jahre im Voraus sichern können. HypothekenDiscount rät, nach Möglichkeit mindestens mit zwei Prozent zu tilgen. Die Gesamtbelastung durch die monatliche Rate bleibt wegen des niedrigen Zinsniveaus trotzdem überschaubar und der Kredit ist rund sieben Jahre früher getilgt.

Zins-Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: leicht steigend

Kaufen statt Mieten: Pro 100 Euro Monatsrate gibt es aktuell bis zu 18.000 Euro Kredit

Die Bedingungen zur Finanzierung von Immobilieneigentum bleiben auch im Herbst 2007 günstig: Wie der Baugeldvermittler HypothekenDiscount errechnet hat, erhalten Darlehensnehmer aktuell pro 100 Euro monatliche Kreditrate zwischen 17.000 und 18.000 Euro Kredit – inklusive einer zweiprozentigen Anfangstilgung.

„Mit einer monatlichen Kreditrate von 1.000 Euro lässt sich ein Hypothekenkredit über 170.000 bis 180.000 Euro aufnehmen und damit vielerorts eine Eigentumswohnung finanzieren“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Damit die Rechnung „Kaufen statt Mieten“ auf sicheren Füßen steht, darf die Monatsrate aus der Immobilienfinanzierung nicht mehr als 35 bis 40 Prozent der monatlichen Nettoeinnahmen ausmachen. Die Zinsen für Hypothekenkredite beginnen derzeit bei 4,55 Prozent für Darlehen mit fünfjähriger Zinsbindung und bei 4,6 Prozent für Kredite mit zehnjähriger Zinssicherheit. Angesichts niedriger Hypothekenzinsen rät HypothekenDiscount zu einer Anfangstilgung von 2 Prozent, die eine zügige Rückführung des Darlehens gewährleistet.

Baugeld: Gute Karten

Ob USA oder Euroland: Notenbanker haben es in diesen Zeiten wirklich nicht leicht. Verbilligen sie mit niedrigern Leitzinsen das Geld, kurbeln sie die Konjunktur an – riskieren dafür aber einen stärkeren Preisauftrieb. Hat die Inflationsbekämpfung Priorität, droht der Wirtschaft eine harte Landung: höhere Zinsen, kein Wachstum, mehr Arbeitslosigkeit, Rezession.

Da überrascht es nicht, dass es auch unter den Mitgliedern der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Federal Reserve unterschiedliche Auffassungen über die künftige Zinspolitik der eigenen Notenbank gibt. Die jüngste Entscheidung der Fed, ihren Leitzins von 4,75 auf 4,5 Prozent zu senken, fiel jedenfalls nicht einstimmig.

Doch der Zinsschritt wurde von den Märkten gefordert – und passt in die Tradition der FED-Politik. Schon unter ihrem legendären Chef Alan Greenspan hatten die US-Währungshüter im Zweifel für Wirtschaft und Wachstum votiert. Und Ben Bernanke macht keine Anstalten, von dieser Strategie abzurücken. Noch immer gibt es Anzeichen dafür, dass die Krise um faule Hypothekenkredite in den USA nicht beigelegt ist. So sackte der nationale Hausmarktindex im Oktober auf einen neuen historischen Tiefstand. Das Schreckensszenario: Stürzt die sogenannte Subprime-Krise die US-Wirtschaft in eine Rezession, droht auch der Weltkonjunktur der Kollaps.

Tatsächlich sind erste Bremsspuren auch in Europa unverkennbar. Die Wirtschaftsforschungsinstitute und viele volkswirtschaftliche Abteilungen der Banken haben bereits ihre Wachstumsprognosen für 2008 nach unten revidiert. Und auch unter den Währungshütern wachsen die Zweifel. So erwartet Spaniens Notenbank inzwischen, dass die Konjunkturschwäche in der Eurozone schärfer als bislang vermutet ausfallen könnte. Trotz hochschnellender Konsumentenpreise – die Inflationsrate kletterte im September vorläufig von 2,1 auf 2,6 Prozent – wird die Europäische Zentralbank die Leitzinsen vorerst nicht weiter erhöhen. Das Risiko, die Konjunktur abzuwürgen, ist zu hoch. Eine weitere Stärkung des Euro durch höhere Zinsen würde etwa der Wettbewerbsfähigkeit der wichtigen deutschen Exportwirtschaft schaden.

Von der aktuellen Gemengelage profitieren Eigenheimer. Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen – Benchmark für Hypothekendarlehen – sind zuletzt sogar leicht gefallen und pendeln um 4,2 Prozent. Langfristig werden die Zinsen wegen der erhöhten Inflationsgefahren wieder steigen. In den kommenden Wochen aber wird sich wenig bewegen. Wer eine Erst- oder Anschlussfinanzierung für Haus oder Wohnung sucht, sollte sein Darlehenspaket in aller Ruhe schnüren. Das historisch noch immer niedrige Zinsniveau bietet Kreditnehmern die Chance, Hypothekendarlehen mit langer Zinsbindung zu attraktiven Konditionen abzuschließen. Die flache Zinsstrukturkurve hat außerdem zur Folge, dass die Preise für Kredite mit 15 Jahren Laufzeit kaum teurer sind als die mit zehn Jahren. Die zusätzliche Kalkulationssicherheit kostet bei einem Darlehen in Höhe von 200.000 Euro lediglich rund 300 Euro pro Jahr.

Zins-Tendenz
kurzfristig: stabil
mittelfristig: leicht steigend