Investition in Sachwerte 2026: Sind Immobilien als
Kapitalanlage noch sinnvoll?

In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, schwankender Aktienmärkte und einer sich wandelnden Zinslandschaft rückt die Investition in Sachwerte wieder stark in den Fokus von Anlegern. Immobilien gelten in Deutschland traditionell als sicherer Hafen für das eigene Vermögen. Doch der Markt hat sich in den letzten Jahren massiv gewandelt. Nach dem Ende der Niedrigzinsphase und einer spürbaren Preiskorrektur in den Jahren 2023 und 2024 stellt sich für viele Investoren im Jahr 2026 die drängende Frage: Lohnt sich der Kauf einer Immobilie als Renditeobjekt überhaupt noch?

Die kurze Antwort lautet: Ja, aber die Spielregeln haben sich geändert. Wer heute erfolgreich in Betongold investieren möchte, braucht eine klare Strategie, einen scharfen Blick für die Lage und ein tiefes Verständnis für die aktuellen Marktdynamiken.

Warum Immobilien historisch und aktuell eine sichere Geldanlage sind

Wer beispielsweise im Jahr 2000 ein Haus oder eine Wohnung in München, Hamburg oder Berlin gekauft hat, kann das Objekt heute zu einem Vielfachen des damaligen Preises veräußern. Auch wenn solche extremen Wertsteigerungen in der aktuellen Marktphase nicht mehr im gleichen Tempo zu erwarten sind, bleibt das Fundament der Immobilieninvestition intakt: Ein Dach über dem Kopf wird immer benötigt.

Der stete Anstieg an Single-Haushalten, die anhaltende Zuwanderung in wirtschaftsstarke Regionen und der drastische Rückgang bei den Baugenehmigungen für Neubauten sorgen dafür, dass Wohnraum in Deutschland ein knappes Gut bleibt. Diese strukturelle Knappheit stützt die Immobilienpreise langfristig und garantiert eine anhaltend hohe Nachfrage nach Mietwohnungen.

Die vier Säulen der Immobilien-Rendite

Eine Investition in Sachwerte bietet im Gegensatz zu vielen anderen Anlageformen gleich mehrere voneinander unabhängige Ertragsquellen:

  • Laufende Mieteinnahmen: Sie generieren einen stetigen, passiven Cashflow, der im Idealfall die Finanzierungskosten (Zins und Tilgung) sowie die laufenden Instandhaltungsrücklagen deckt.
  • Wertsteigerung (Substanzwert): Langfristig profitieren Immobilien von der allgemeinen Inflation, da sowohl die Bau- und Grundstückskosten als auch die Mieten steigen.
  • Steuervorteile: Kapitalanleger können die Kreditzinsen, die Abschreibung (AfA) auf das Gebäude sowie Erhaltungsaufwendungen steuerlich geltend machen. Nach einer Haltefrist von zehn Jahren ist der Verkaufsgewinn zudem komplett steuerfrei.
  • Der Hebeleffekt (Leverage-Effekt): Durch den Einsatz von Fremdkapital lässt sich die Eigenkapitalrendite deutlich steigern, sofern die Mietrendite höher ist als der Kreditzins.

Immobilien als private Altersvorsorge

Das gesetzliche Rentensystem reicht für viele Menschen längst nicht mehr aus, um im Alter den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Der Besitz von Immobilien eignet sich hervorragend als zusätzliche Vorsorgemaßnahme. Wenn die Finanzierung so geplant wird, dass das Objekt zum Eintritt ins Rentenalter vollständig entschuldet ist, stehen die Mieteinnahmen als reine, inflationsgeschützte Zusatzrente zur Verfügung.

Renditen 2026: Wo lohnt sich der Einstieg?

Die Zeiten, in denen man blind in jeder deutschen Großstadt kaufen konnte und automatisch Gewinne erzielte, sind vorbei. Die Bauzinsen haben sich im Jahr 2026 bei einem Niveau von rund 3,5 bis 4,5 Prozent eingependelt. Um in diesem Zinsumfeld profitabel zu wirtschaften, muss die Bruttomietrendite stimmen.

Interessanterweise werden die höchsten Renditen aktuell nicht in den absoluten Top-Metropolen (den sogenannten A-Städten) erzielt. In Städten wie München oder Hamburg sind die Kaufpreise trotz der Korrekturen der letzten Jahre immer noch so hoch, dass die Bruttomietrendite oft nur bei 3,0 bis 3,5 Prozent liegt. Das reicht kaum aus, um die Finanzierungskosten zu decken.

Der Fokus verschiebt sich auf B- und C-Städte

Kluge Investoren richten ihren Blick im Jahr 2026 verstärkt auf wirtschaftlich starke B- und C-Städte sowie die Speckgürtel der Metropolen. In Städten wie Essen, Braunschweig, Magdeburg, Regensburg oder Leipzig lassen sich aktuell Bruttomietrenditen von 4,5 bis teilweise über 5,5 Prozent erzielen. Hier stimmt das Verhältnis zwischen Kaufpreis und erzielbarer Miete noch, was einen positiven Cashflow deutlich wahrscheinlicher macht.

StadtkategorieBeispieleØ Bruttomietrendite 2026
A-Städte (Metropolen)München, Hamburg, Frankfurt3,0 % – 3,5 %
B-Städte (Großstädte)Leipzig, Essen, Bremen4,0 % – 4,8 %
C-Städte (Mittelstädte)Braunschweig, Magdeburg4,5 % – 5,5 %

Energieeffizienz als entscheidender Werttreiber

Ein völlig neuer Faktor, der die Investitionsentscheidung 2026 maßgeblich prägt, ist die Energieeffizienz. Durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und steigende CO2-Bepreisungen hat sich der Markt gespalten: Energetisch sanierte Immobilien (Energieklasse A oder B) erzielen Höchstpreise und lassen sich problemlos vermieten. Unsanierte Altbauten (Klasse F bis H) werden hingegen mit deutlichen Preisabschlägen gehandelt.

Für Investoren bietet dies eine enorme Chance: Wer einen unsanierten Altbau günstig erwirbt und durch gezielte Modernisierungsmaßnahmen (z.B. Wärmepumpe, Dämmung) aufwertet, kann nicht nur staatliche Fördergelder nutzen, sondern den Wert der Immobilie massiv steigern (sogenanntes „Manage-to-Green“).

Die Bedeutung einer professionellen Hausverwaltung

Wer in Immobilien investiert, kauft sich nicht nur einen Sachwert, sondern auch Verwaltungsaufwand ein. Die Suche nach solventen Mietern, die Erstellung rechtssicherer Nebenkostenabrechnungen und die Koordination von Handwerkern kosten Zeit und Nerven. Um aus der Immobilie ein echtes passives Einkommen zu machen, ist die Beauftragung einer professionellen Hausverwaltung unerlässlich. Besonders bei Objekten, die nicht am eigenen Wohnort liegen (wie etwa bei Investitionen in renditestarke B-Städte), ist ein verlässlicher Partner vor Ort das Rückgrat des Investments. Eine gute Verwaltung sichert nicht nur den laufenden Betrieb, sondern berät auch strategisch bei anstehenden Sanierungen und Mieterhöhungspotenzialen.

Fazit: Mit Umsicht und Strategie zum Erfolg

Die Investition in eine Immobilie ist und bleibt eine langfristige Angelegenheit. Es geht nicht darum, kurzfristigen Trends hinterherzujagen, sondern nachhaltig Vermögen aufzubauen. Der Immobilienmarkt in Deutschland bietet 2026 hervorragende Chancen für Kapitalanleger – vorausgesetzt, man rechnet konservativ, achtet auf die Energieeffizienz und wählt den Standort mit Bedacht.

Wer sich nicht auf die teuren Metropolen versteift, sondern die wirtschaftliche Entwicklung von Mittelstädten und Speckgürteln analysiert, findet nach wie vor Objekte, die sich von selbst tragen und langfristig eine solide Rendite abwerfen. Immobilien bleiben somit ein unverzichtbarer Baustein für einen krisenfesten und inflationsgeschützten Vermögensaufbau.

Anlagen in feste Werte weiter gefragt

Nach wie vor sind bei Anlegern feste Werte wie Immobilien und Sachwerte beliebt. Bezüglich der Anlageform Fonds wurde kürzlich veröffentlicht, dass sich vor allem die Investition in Shopping-Center allerhöchster Beliebtheit erfreuen. Doch auch traditionelle Formen wie die Direktinvestition in selbstverwaltete Immobilien sind nach wie vor äußerst beliebt. Und nicht zuletzt auch oft äußerst rentabel.

Weiterlesen

50-Jahrestief geknackt: Bauzinsen markieren im August neues Allzeittief

Kreditaufnahme im Sommer 2010 so günstig wie nie zuvor möglich / 10-jährige Darlehen ab 3,2 Prozent erhältlich

Anfang August sind die Zinsen für Immobilienkredite auf ein neues Allzeittief gerutscht. Bauherren und Immobilienkäufer können nach Angaben des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung ab 3,2 Prozent aufnehmen. Kredite mit fünfjähriger Zinsbindung sind bei den günstigsten Anbietern ab etwa 2,5 Prozent erhältlich.

„Ein Darlehen über 200.000 Euro lässt sich im Augenblick mit einer Monatsrate von 866 Euro bedienen – inklusive einer zweiprozentigen Anfangstilgung“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Zum Vergleich: Im August 2009 mussten Darlehensnehmer für ein solches Darlehen eine Monatsrate von 1.000 Euro kalkulieren. Laut HypothekenDiscount finden Kreditnehmer derzeit deutschlandweit günstige Darlehensangebote. Allerdings sollten Interessenten genau vergleichen.

„Für Immobilieninteressenten ist die Ausgangslage sehr günstig. Sie profitieren nicht nur von moderaten Immobilienpreisen und den günstigen Zinsen. Die immer stärker werdende Wirtschaft in Deutschland stellt die Kreditaufnahme zudem auf sichere Beine“, sagt Oppel. Immobilieninteressenten mit konkreten Finanzierungsvorhaben sollten für ihre Kreditaufnahme verschiedene Finanzierungsszenarien durchspielen. „Wer ein Darlehen aufnehmen möchte, sollte die Monatbelastung bei verschiedenen Zinsbindungen und Anfangstilgungen ausrechnen“, erläutert Oppel. Finanzierungsexperten raten zu Anfangstilgungen von mindestens zwei Prozent und mehr. Auch lange Zinsbindungen von mehr als 10 Jahren sind besonders bei geringerem Eigenkapitaleinsatz sinnvoll. Selbst Kredite mit 20-jähriger Zinsbindung sind erstmals unter 4 Prozent erhältlich. Gerade weil die Wirtschaft in einigen Ländern anspringt, werden die Kreditzinsen nicht dauerhaft so niedrig bleiben wie heute.

Immobilienkauf vom Bauträger oder Hausbau in 2011: Heute Zinsen für späteren Baubeginn sichern

Während Immobilienkredite normalerweise erst zum Zeitpunkt des Kaufes aufgenommen werden, können künftige Immobilienbesitzer ihren Kredit jetzt bis zu 24 Monate im Voraus unter Dach und Fach bringen. Über den Baugeldvermittler HypothekenDiscount gibt es jetzt erstmals einen speziellen Forward-Kredit für Erstfinanzierer. Damit können Immobilieninteressenten vom derzeitigen 50-Jahres-Tief bei Immobilienkrediten profitieren.

„Wer mit steigenden Zinsen rechnet, aber sein Bauvorhaben erst nächstes oder übernächstes Jahr beginnt, kann sich die aktuellen Zinskonditionen heute sichern“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Im Gegensatz zu normalen Forward-Krediten gilt das Angebot nicht nur für Anschlussfinanzierer, sondern für Erstfinanzierer. Der Zinssatz (Sollzinssatz) für ein Forwarddarlehen mit einer Vorlaufzeit von 20 Monaten und einer Zinsbindung (Sollzinsbindung) von 15 Jahren liegt aktuell bei knapp unter vier Prozent. Angesichts der Entwicklungen auf den Finanzmärkten und der Wirtschaft rechnen einige Experten ab Herbst 2010 mit steigenden Zinskonditionen bei Immobilienkrediten.

Der Kredit ist laut HypothekenDiscount für alle interessant, die beispielsweise eine Immobilie vom Bauträger erwerben. Bei diesen beginnt das Bauvorhaben oftmals erst, wenn eine bestimmte Anzahl von Parzellen verkauft ist. Aber auch Häuslebauer, bei denen die Planung bereits steht aber der Baubeginn erst für Frühjahr 2011 vorgesehen ist, können den Erstfinanzierer-Forward nutzen. „Es müssen zur Kreditbeantragung die bautechnischen Unterlagen oder der Kaufvertragsentwurf vorliegen“, erläutert Oppel. Möglich ist die vorgezogene Sicherung des Darlehens bis zu einem maximalen Verkehrswertauslauf von 54 Prozent. Der höchste Forwardzeitraum beträgt 24 Monate, wobei ein Forwardaufschlag ab dem 16. Monat fällig wird.

Immobilienkauf im Zinstief: 3-Zimmer-Wohnung statt Penthouse

Zinstief besser für niedrige Monatsrate und schnelle Entschuldung nutzen / Höhere Anfangstilgung und lange Zinsbindung ratsam

Dachterrasse, Kamin, Pool: Obwohl das aktuelle Zinstief Immobilienkredite günstig wie nie macht, sollten Immobilienkäufer ein Objekt erwerben, das ihren finanziellen Verhältnissen entspricht. „Mit einer Monatsrate von 700 Euro kann aktuell theoretisch ein Kredit über 240.000 Euro aufgenommen werden. Im Jahr 2008 gab es für 700 Euro Monatsrate lediglich eine Kreditsumme von 140.000 Euro“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount.

Im Zinstief ist es möglich, eine deutlich höhere Kreditsumme aufzunehmen. Darlehen mit fünfjähriger Zinsbindung können zu Zinssätzen ab etwa 2,5 Prozent aufgenommen werden, Kredite mit zehnjähriger Zinsbindung gibt es bei günstigen Anbietern ab etwa 3,5 Prozent. Allerdings sollten Kreditnehmer genau prüfen, ob sie die Kreditmodalitäten auch nach Ablauf der Zinsbindung erfüllen können – und wie hoch die Restschuld in fünf oder zehn Jahren ist. „Wer sich aktuell für ein Darlehen mit fünfjähriger Zinsbindung entscheidet, muss bereits im Jahr 2015 eine Anschlussfinanzierung vornehmen. Würde ein solcher 240.000-Euro-Kredit mit einer 700 Euro Monatsrate bedient, wäre ein Anschlussdarlehen über 227.000 Euro fällig. Sind im Jahr 2015 die Zinsen nur um 2 Prozent gestiegen, würde sich die Monatsrate bereits auf 1078 Euro erhöhen“, warnt Oppel vor kurzen Zinsbindungen – und vor zu niedrigen Tilgungssätzen.

Kreditnehmer erhalten zwar im Zinstief grundsätzlich eine höhere Kreditsumme. Die Immobilie muss aber dennoch zum Geldbeutel passen. HypothekenDiscount rät zu langlaufenden Darlehen mit Anfangstilgungen von mindestens zwei oder drei Prozent. „Auf diese Weise profitieren Immobilienkäufer im Zinstief von einer niedrigeren Monatsrate und von einer schnelleren Entschuldung“, erläutert Oppel.

Tipp: Die Immobilie sollte maximal so teuer sein, dass die Höhe der monatlichen Kreditbelastung 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigt.

TARGOBANK Festpreis-Kredit für Wohneigentümer – unbürokratische Renovierungsfinanzierung

  • Fester Zinssatz: Nur 6,99 Prozent effektiver Jahreszins
  • Schnelle Verfügbarkeit und unbürokratische Kreditvergabe ohne Grundbucheintrag
  • Angebot steht allen Neukreditkunden der TARGOBANK zur Verfügung


  • PlusPunkt-Karte_125x80
    Die Energiepreise haben in Deutschland stark zugelegt, Privathaushalte zahlen heute rund 74 Prozent mehr für Heizöl und Co als noch vor zwölf Jahren. Das sind bei einem Drei-Personen-Haushalt rund 180 Euro mehr im Monat. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Wohnungseigentümer, die auf energieeffiziente Sanierung und Modernisierung setzen, können diese Energiekosten deutlich senken. Mit dem neuen Festpreis-Kredit für Wohneigentümer bietet die TARGOBANK die Chance, dieses Vorhaben schnell und unbürokratisch in die Tat umzusetzen.

    Anders als traditionelle Immobilienfinanzierungen, gibt es den Festpreis-Kredit für Wohneigentümer ohne Grundbucheintrag und andere bürokratische Hürden, die viel Zeit in Anspruch nehmen können. Ob für die energieeffiziente Sanierung oder eine fällige Renovierung, der Festpreis-Kredit ist absolut transparent gestaltet und passt sich den Bedürfnissen von Wohneigentümern an. Je nach Modernisierungswunsch können ein Betrag zwischen 1.500 und 50.000 Euro und eine Laufzeit zwischen 12 und 84 Monaten individuell gewählt werden. Unabhängig von Kredithöhe und Laufzeit beträgt der effektive Jahreszins immer 6,99 Prozent. Dank der unbürokratischen Kreditvergabe fallen beim Festpreis-Kredit keine weiteren Kosten für Notar, Ämter und Gutachter an. Bonität vorausgesetzt, steht das Angebot allen Neukreditkunden der TARGOBANK zur Verfügung.

    Weiterlesen

    Immobilienfinanzierung: Der Staat bietet Zuschüsse für Käufer und Modernisierer

    KfW ermöglicht zinsgünstige Darlehen bis hin zu „Minuszinsen“ / Konditionen nun nochmals reduziert

    Die staatliche KfW Bank bietet nach Angaben des Bielefelder Baugeldvermittlers Enderlein für Immobilienkäufer und Sanierer nicht nur zinsgünstige Darlehen – sondern ermöglicht sogar Kredite mit „Minuszinsen“. „Im Falle einer Komplettsanierung ist durch einen Tilgungszuschuss ein Plus für den Kreditnehmer möglich“, sagt Manfred Hölscher, Chef des Bielefelder Baugeldvermittlers Enderlein. Angesichts des insgesamt gesunkenen Zinsniveaus hat die KfW ihre Konditionen nun nochmals nach unten angepasst.

    „Gute Konditionen erhalten Immobilienkäufer oder Modernisierer jedoch nicht allein durch die Einbindung eines KfW-Darlehens, sondern durch die richtige Kombination verschiedener Darlehensbausteine. Denn: In fast allen Fällen ergänzt KfW lediglich ein klassisches Annuitätendarlehen“ sagt Manfred Hölscher. Dabei ist entscheidend, verschiedene Anbieter zu vergleichen und jeweils danach zu fragen, ob KfW-Mittel eingebaut werden können. Hölscher: „Die Erfahrung zeigt, dass viele Banken das Thema im Beratungsgespräch nicht proaktiv ansprechen, sondern nur auf Nachfrage hin – obwohl es viele Vorteile bietet. Über den reinen Zinsvorteil des KfW-Anteils hinaus kann oft der Beleihungsauslauf des Festzinsdarlehens gesenkt werden und damit dann auch die Zinsen dieses Bankdarlehens.“

    Grundsätzlich gilt bei KfW-Darlehen, die nicht direkt, sondern zum Beispiel über Baugeldvermittler vergeben werden: Je energieeffizienter die Immobilie, desto günstiger der Kredit. Im Idealfall rüstet der Kreditnehmer sein Gebäude zum KfW-Effizienzhaus auf oder kauft ein solches. Dann kann das Programm „Energieeffizient sanieren“ (Nummer 151) in Anspruch genommen werden. Damit erhält der Finanzierende neben extrem günstigen Zinsen auf bis zu 75.000 Euro auch einen Tilgungszuschuss von bis zu 15 Prozent der Darlehenssumme geschenkt. „So muss unter dem Strich eine niedrigere Summe zurückbezahlt werden als vorher aufgenommen wurde“, sagt Manfred Hölscher. Allerdings ist ein relativ hoher Aufwand nötig, um den Standard eines KfW-Effizienzhauses zu erreichen: Neben sehr guter Dämmung gehören dazu meist auch Heizungserneuerung, Fensteraustausch und Lüftungseinbau.

    „Auch wer nicht so viel investieren will, kann durch KfW-Darlehen profitieren. Die Kreditzinsen für einzelne Modernisierungsmaßnahmen, für den Kauf eines energetisch sanierten Hauses oder eines Neubaus liegen im Schnitt etwa 0,3 Prozent unter den marktüblichen Angeboten von Kreditinstituten“, so Manfred Hölscher.

    Immobilienkredite mit kurzer Zinsbindung auf historischem Allzeittief

    Darlehen ab 2,5 Prozent möglich / Kredite besonders für bonitätsstarke Kunden wie Ärzte oder Juristen geeignet

    Immobilienkredite mit Zinsbindungen von fünf Jahren sind nach Angaben des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount so günstig wie nie in Deutschland. „Kredite mit fünfjähriger Zinsbindung können zu Konditionen ab 2,5 Prozent aufgenommen werden. Selbst im bisher absoluten Zinstief 2005 waren kurz laufende Darlehen nicht so günstig“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Allerdings warnt der Experte: „Für Immobilienkäufer, die zu knapp kalkulieren, kann das vermeintliche Zinsschnäppchen zum Albtraum werden – wenn es im Jahr 2015 um die Anschlussfinanzierung für die verbleibende Restschuld geht.“

    Ein 150.000 Euro Darlehen inklusive einprozentiger Anfangstilgung kann aktuell theoretisch mit einer Monatsrate von 450 Euro bedient werden. „Allerdings steht bei dieser Konstellation zum Ablauf der Zinsfestschreibung in fünf Jahren eine Restschuld von 142.000 Euro auf dem Papier“, erklärt Oppel. Wenn 2015 eine Anschlussfinanzierung fällig wird und die Zinsen um zwei Prozent gestiegen sind, würde sich die Monatsrate um etwa die Hälfte erhöhen – auf 674 Euro. Kann die erhöhte Rate nicht gestemmt werden, droht eine Zwangsversteigerung. Experten raten fünfjährige Zinsbindungen trotz der derzeitigen Schnäppchenkonditionen daher nur für kleinere Finanzierungssummen oder finanzstarke Kunden mit hohem Monatseinkommen.

    „Wer eine fünfjährige Zinsbindung wählt und mit mindestens 5 oder 6 Prozent Anfangstilgung startet, kann das Risiko bei der Anschlussfinanzierung minimieren und so von den Billigzinsen doppelt profitieren. Denn: Erstens beträgt die Restschuld für einen 150.000-Euro-Kredit in diesem Rechenbeispiel in fünf Jahren nur noch rund 100.000 Euro. Zweitens kann bei einem Zinsanstieg die Monatsrate von 1.000 Euro beibehalten werden. Im Gegenzug wird einfach die Tilgung um die Höhe des Zinsanstieges reduziert“, rechnet der Experte vor.

    Wer sich bei fünfjährigen Darlehen keine hohen Anfangstilgungen leisten kann, sollte laut HypothekenDiscount unbedingt Darlehen mit 10- oder 15-jähriger Zinsbindung wählen. „Die Konditionen für zehnjährige Kredite sind im April unter die 3,5 Prozent-Marke gerutscht. Selbst Darlehen mit 15-jähriger Zinssicherheit kosten bei den günstigsten Anbietern unter 4 Prozent“, sagt Oppel. Solche Kredite bieten bei Anfangstilgungen von rund 2 Prozent ein deutliches Sicherheitsplus. Der Zinsaufschlag von rund 1 Prozent gegenüber den Fünf-Jahres-Krediten ist nach Angaben von HypothekenDiscount relativ zu sehen. Im historischen Kontext betrachtet, liegen Zinsen von 4 Prozent noch immer rund 2 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt.

    Studie: Deutsche gespalten bei der Frage nach der Zinsentwicklung

    Mehrheit der Finanzexperten geht von deutlich steigenden Konditionen aus

    Obwohl die Vorhersage der Zinsentwicklung für Immobilienkredite dem Blick in die Glaskugel ähnelt, muss sie sich jeder Immobilienkäufer stellen. Denn: Wer langfristig von steigenden Zinsen ausgeht, sollte Kredite mit langen Zinsbindungen wählen. Wer hingegen mittelfristig fallende Zinsen erwartet, kann durch Darlehen mit kurzer Zinsbindung auf einen Zinsvorteil spekulieren. Wie eine repräsentative Umfrage des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount ergeben hat, rechnen 39 Prozent der Deutschen damit, dass das aktuelle Zinsniveau zwischen 4 und 5 Prozent in den nächsten drei Jahren anhält. Die Einschätzung der meisten Experten sieht jedoch anders aus – sie gehen von deutlich steigenden Zinsen aus.

    „Die Entwicklung der Zinsen für Immobilienkredite hängt von vielen Faktoren ab: Von der Konjunktur, der Inflationsgefahr, den Anleihemärkten, den weltweiten Leitzinsen sowie von der Risikopolitik der Kreditinstitute“, sagt Kai Oppel, Finanzexperte vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Traditionell sinken die Zinsen während eines wirtschaftlichen Abschwungs – um danach deutlich zu steigen. Indikatoren dafür sind in der aktuellen Situation der steigende Ifo-Geschäftsklimaindex, die fühlbare Inflationsangst und die steigende Tendenz zur Investition in Aktien.

    Laut Studie könnten sich 8,4 Prozent aller Deutschen vorstellen, dass Immobilienkredite mit zehnjähriger Zinsbindung im Jahr 2013 für drei Prozent erhältlich sind. Knapp 30 Prozent befürchten aber eine Verteuerung zehnjähriger Kredite auf sechs oder mehr Prozent – was in etwa dem langjährigen Zinsdurchschnitt entspricht. Eine Verteuerung auf sechs Prozent ist zu befürchten, wenn die Wirtschaft deutlich in Schwung kommt, die Inflation durch eine zunehmende Nachfrage nach allen Konsumgütern angetrieben wird oder die Anleger Geld aus langfristigen Staatsanleihen in Aktien investieren.

    Folglich sollten vor allem sicherheitsorientierte Kreditnehmer Darlehen mit einer langfristigen Zinsbindung wählen und sich das aktuell historisch günstige Zinsniveau durch eine mindestens 15-jährige Zinsbindung bis ins Jahr 2025 oder länger sichern, rät Kai Oppel von HypothekenDiscount. Das empfiehlt Oppel auch den 23,6 Prozent der Umfrageteilnehmer, die keine Aussage zur Zinsentwicklung treffen konnten.

    Umfrageergebnisse

    Was schätzen Sie: Wo liegen die Zinsen für ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung in drei Jahren?

    · Sie sinken auf drei Prozent: 8,4 Prozent

    · Sie bleiben bei vier bis fünf Prozent: 39,3 Prozent

    · Sie steigen auf sechs Prozent: 23,8 Prozent

    · Sie steigen auf über sieben Prozent: 4,9 Prozent

    · Weiß nicht / keine Angabe: 23,6 Prozent

    Immobilienkredite: PlanetHome gewinnt mit Allianz neuen Kooperationspartner

    Versicherung ergänzt PlanetHome Produktportfolio unter anderem um derzeit stark nachgefragte lang laufende Immobilienfinanzierungen

    Die PlanetHome AG hat mit der Allianz Lebensversicherungs-AG einen bedeutenden Finanzdienstleister als neuen Kooperationspartner gewonnen. Ab sofort können PlanetHome Vertriebspartner damit auf die Immobilienkredite des Unternehmens zugreifen. Sie profitieren von einem sehr breiten Kreditportfolio: Über die Allianz stehen ihnen flexible und individuelle Darlehen zu attraktiven Konditionen zur Verfügung. Für die Allianz erschließen sich mit der Kooperation neue Vertriebskanäle.

    „Die Baukredite der Allianz ergänzen unser Kreditangebot besonders bei den langfristigen Darlehen. Es sind Zinsfestschreibung bis zu 25 Jahren möglich – und das derzeit zu den Konditionen von 15-jährigen Zinsbindungen. Außerdem können bei den Baukrediten staatliche Fördermittel wie KfW-Darlehen oder die Riester-Förderung flexibel eingebunden werden“, sagt Dr. Bernd Klosterkemper, Vorstand der PlanetHome AG.

    Vorteil für Kreditnehmer: Die Darlehen der Allianz lassen sich mit einer Allianz Lebens- oder Rentenversicherung tilgen. Das bringt Kunden nochmals einen Zinsabschlag von 0,05% Zudem profitieren Anschlussfinanzierer, denn das Versicherungsunternehmen übernimmt meist die Kosten für Umschuldungen in voller Höhe. ]

    Die Allianz schafft sich durch die Zusammenarbeit mit PlanetHome einen neuen Vertriebskanal – und kann dadurch seine gerade im aktuellen Zinstief interessanten Produkte einem nochmals deutlich vergrößerten Kundenkreis an Immobilienkäufern und Anschlussfinanzierern zur Verfügung stellen. Denn: Wie die aktuelle Anfragesituation bei PlanetHome zeigt, werden lang laufende Kredite derzeit deutlich überdurchschnittlich nachgefragt. Über die PlanetHome Finanzierungsplattform können nun deutschlandweit mehr als 2.000 Filialen sowie über 15.000 Vermittler und Maklerverbünde auf die Darlehen des neuen Produktpartners zugreifen.