Immobilienfinanzierung: Erstmals Volltilgerdarlehen mit geringen Monatsraten

Darlehen bietet Zinssicherheit bis Schuldenfreiheit zu Konditionen eines Kurzkredites

Immobilienkäufer mit einem geringeren Einkommen können von der aktuellen Situation an den Finanzmärkten profitieren. Erstmals gibt es einen Volltilgerkredit, der mit einer einprozentigen Anfangstilgung startet und für eine Gesamtlaufzeit von über 30 Jahren ausgelegt ist. Nach Angaben des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount kann dieser Volltilgerkredit zum Zinssatz eines zehnjährigen Darlehens aufgenommen werden. Bisher musste für besonders langlaufende Kredite ein Zinsaufschlag gezahlt werden.

„Bei herkömmlichen Volltilgerkrediten müssen Kreditnehmer meist eine hohe Monatsrate in Kauf nehmen, da der Tilgungssatz bei vier bis fünf Prozent liegt und das Darlehen in rund 15 bis 20 Jahren abbezahlt sein muss“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Dank der einprozentigen Anfangstilgung bei dem neuen Kredit fallen die Monatsraten deutlich geringer aus, wovon beispielsweise junge Familien profitieren. „Mit Hilfe des Kredits lassen sich Immobilienfinanzierungen vornehmen, die keine Anschlussfinanzierung nach sich ziehen.“ Auf diese Weise können sich Kreditnehmer das aktuelle Zinsniveau von rund fünf Prozent bis zur absoluten Schuldenfreiheit sichern. Es ist aber trotzdem möglich, sich im Falle sinkender Zinsen nach zehn Jahren für eine günstige Anschlussfinanzierung zu entscheiden.

Immobilienfinanzierung: Trotz Inflation leichte Entspannung bei Zinsen für Immobilienkredite

Trotz der weiterhin hohen Inflation können Immobilienkäufer Kredite aktuell wieder etwas günstiger aufnehmen. Hintergrund sind die Unruhen an den Finanzmärkten. Immobilienkredite können nach Angaben des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount wieder für unter 5 Prozent aufgenommen werden.

Mit einem Preisanstieg von 3,3 Prozent gegenüber Juni 2007 hat die Inflation in Deutschland inzwischen ihren höchsten Stand seit Dezember 1993 erreicht. Und ein Ende ist bisher nicht in Sicht. Die wachsenden Inflationserwartungen treiben die Zinsen nach oben, und das soll sich auch langfristig nicht ändern. In der Euro-Zone beträgt die Inflationsrate vier Prozent – der höchste Wert seit Einführung der Gemeinschaftswährung 1999.

Die Melange aus steigenden Preisen, labilen Finanzmärkten und konjunktureller Abschwächung macht es insbesonders für die Notenbanken immer schwerer, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zinserhöhungen, wie sie zuletzt von den Währungshütern der Europäischen Zentralbank beschlossen wurden, sollen die Inflationserwartungen zumindest dämpfen. Doch höhere Zinsen gefährden nicht nur die Liquidität der Märkte und bremsen die Konjunktur, sie verteuern auch noch die Kredite.

Selbst der leicht gefallene Ölpreis wird an der wachsenden Inflationserwartung vorerst nichts ändern. Die aber treibt die langfristigen Zinsen nach oben. Anleger sind nur bereit Kapital zu geben, wenn ihre Rendite positiv ist und nicht von der Geldentwertung aufgefressen wird – eine Entwicklung die in den vergangenen Monaten vor allen Dingen Eigenheimer mit Finanzierungsbedarf zu spüren bekamen. Auf der anderen Seite flüchten viele Anleger aus Aktien und bringen ihr Geld in den sicheren Hafen festverzinslicher Staatsanleihen. Gegenläufige Effekte also – und derzeit überwiegt eher das kurzfristige Sicherheitsbedürfnis. Der Kurs von Anleihen steigt, die Zinsen fallen.

Von diesem Mechanismus profitieren wiederum Eigenheimer. Zehnjährige Bundesanleihen – Benchmark für Hypothekendarlehen – notierten zuletzt um 4,4 Prozent. Der deutliche Abschlag seit Ende Juni spiegelt sich in den Preisen für Hypothekendarlehen wider: Immobilienkredite mit zehn Jahren Zinsbindung kosten bei Top-Anbietern effektiv 4,95 Prozent. Kürzere Laufzeiten dagegen sind derzeit nicht zu empfehlen: Die Zinsstrukturkurve ist wieder invers – Hypothekendarlehen mit fünf Jahren Zinsbindung sind teuerer und kosten effektiv mehr rund fünf Prozent. Der Baugeldvermittler HypothekenDiscount rät deswegen zu einer langjährigen Zinsbindung bei Immobilienkrediten.

Immobilienfinanzierung: Kreditaufnahme mit Reservierungshypothek zuletzt bis 15.000 Euro günstiger

Mit Blick auf die Inflation und mittelfristig steigende Hypothekenzinsen rät der Baugeldvermittler HypothekenDiscount Immobilienkäufern, eine so genannte Reservierungshypothek abzuschließen. „Kunden, die sich in den vergangenen Monaten für eine Reservierungshypothek entschieden haben, konnten durchschnittlich zwischen 5.000 und 15.000 Euro Kreditkosten sparen“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount in Mannheim.

Dass der Abschluss einer Reservierungshypothek lohnt, liegt an den steigenden Hypothekenzinsen: Noch im Januar 2008 lag der Kreditzins für Immobiliendarlehen bei rund 4,3 Prozent. Innerhalb von sechs Monaten kletterten die Konditionen um 0,7 Prozentpunkte auf mehr als 5 Prozent im Juni. „Wer sich mit der Reservierungshypothek den günstigen Zinssatz im Januar gesichert hat und diesen Kredit jetzt abruft, bezahlt bei einem Darlehensbetrag von 170 000 Euro und einer Zinsbindung von zehn Jahren rund 14.850 Euro weniger als jemand, der den Kredit erst jetzt aufnimmt“, erläutert Oppel. HypothekenDiscount geht davon aus, dass die Zinsen für Immobilienkredite mittelfristig weiter steigen könnten.

Mit der Reservierungshypothek der Hannoverschen Leben, die der Baugeldvermittler HypothekenDiscount bereits seit Oktober 2007 anbietet, können sich Immobilienkäufer kostenlos den aktuellen Zinssatz für sechs Monate sichern – ohne dass sie dafür bereits die passende Immobilie gefunden haben müssen. Für die Bereitstellung der Reservierungshypothek fallen weder Gebühren noch Zinsen an. Am Ende der sechsmonatigen Frist ist der Kunde nicht verpflichtet, das Darlehen in Anspruch zu nehmen. Sollten die Zinsen bis dahin wider Erwarten gefallen sein, kann der Kunde ein neues Darlehen zu den günstigeren Konditionen aufnehmen

Inverse Zinsstrukturkurve: 3 Tipps für Immobilienkäufer und Immobilienbesitzer

Fortis: Lange Zinsbindungen und Forward-Darlehen sinnvoll

Immobilienkäufer und Immobilienbesitzer mit laufenden Krediten können von der aktuellen Situation an den Kapitalmärkten profitieren. Nach Angaben des Finanzdienstleisters Fortis erhalten Kreditnehmer derzeit Darlehen mit langen Zinsbindungen zu knapp über 5 Prozent. Immobilienbesitzer sollten zudem Forward-Darlehen prüfen, empfiehlt das Unternehmen.

Tipp 1 – Lange Zinsbindungen

Erstmals seit Jahren können Darlehensnehmer ihre Immobilienfinanzierung ohne Aufpreis vor Zinserhöhungen schützen. In den vergangenen Jahren waren Kredite mit fünfjähriger Zinsbindung meist am günstigsten. Das heißt: Wer für seine Finanzierung eine fünfjährige Zinssicherheit wählte, bei der die monatliche Ratenhöhe für lediglich fünf Jahre fixiert war, zahlte weniger. Zinsbindungen von zehn, 15 oder 20 Jahren zogen bisher einen Konditionsaufschlag von 0,2 bis 0,6 Prozentpunkte nach sich. Das verteuerte eine Immobilienfinanzierung während der Laufzeit um bis zu 10.000 Euro. Seit einigen Wochen ist es genau umgekehrt. Kredite mit langen Zinsbindungen kosten weniger oder genau so viel wie Darlehen mit einer kurzen Festschreibungszeit. Fortis rät vor diesem Hintergrund zu besonders sicheren Darlehen mit langen Zinsbindungen.

Tipp 2 – Anschlussfinanzierung vorziehen

Immobilienbesitzer mit laufenden Darlehen sollten bereits jetzt ihre Anschlussfinanzierung prüfen. Das gilt auch, wenn der Kredit erst in ein bis fünf Jahren ausläuft. Denn: Für Forward-Kredite, mit denen die zukünftige Anschlussfinanzierung bereits heute vorgenommen werden kann, muss aktuell kein Zinsaufschlag gezahlt werden. Laut Fortis verzichten viele Kreditinstitute auf den sonst üblichen Aufschlag von 0.01% pro Monat Vorlaufzeit. Das bedeutet: Immobilienbesitzer können ihre zukünftige Anschlussfinanzierung zu Zinssätzen von knapp über 5 Prozent vornehmen und sich damit das heutige Zinsniveau für die Zukunft sichern. Mit Blick auf die Inflationsentwicklung und weiter anziehende Kreditzinsen empfiehlt Fortis Forward-Darlehen.

Tipp 3 – Angebote vergleichen

Da die Konditionen für Immobilienkredite seit Wochen stark schwanken und Kreditinstitute Zinssenkungen und Zinserhöhungen unterschiedlich weitergeben, sollten sich Immobilienkäufer bei der Kreditaufnahme umfangreich informieren. Finanzdienstleister wie Fortis helfen dabei, den Markt für Immobilienfinanzierungen zu sondieren. Das Unternehmen vergibt selbst keine Kredite, sondern sucht für seine Kunden aus einer Vielzahl von Instituten das für ihn günstigste Angebot heraus. Kunden erhalten dadurch in wenigen Minuten einen Marktüberblick und können sicher gehen, das aktuelle Zinsumfeld bestmöglich zu nutzen.

Trotz Leitzinserhöhung: Zinsen für Immobilienkredite wieder unter 5-Prozent-Marke

Darlehensnehmer können sich aktuell über leicht fallende Zinsen freuen: Nachdem die Konditionen für zehnjährige Immobilienkredite zuletzt ein 6-Monatshoch von über 5 Prozent erreicht hatten, könnten Darlehen in den kommenden Tagen wieder zu Konditionen von unter 5 Prozent aufgenommen werden. Der Baugeldvermittler HypothekenDiscount rechnet mit einem Rückgang der Zinsen von bis zu 0,2 Prozentpunkten bei den günstigsten Anbietern.

Auslöser für die jüngsten Zinssenkungen bei vielen Kreditinstituten war laut HypothekenDiscount die jüngste Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Zwar haben die Währungshüter den Leitzins, wie bereits vor einem Monat angekündigt, um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent angehoben. Gleichzeitig kündigte die EZB jedoch an, dass vorerst keine Serie von Zinserhöhungen geplant sei. Der Zentralbankrat in Frankfurt hat bis auf Weiteres eine neutrale Position eingenommen. „Wir sind nicht von vornherein festgelegt“, sagte EZB-Präsident Trichet – und signalisierte im selben Atemzug die Handlungsbereitschaft der Notenbanker: „Wir werden tun, was notwendig ist, um die Kaufkraft zu wahren. Die Bürger können auf uns zählen.“

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