Immobilienkredit mit einmaliger Konditionsanpassung

Viele Immobilienkäufer sind sich bei der Kreditaufnahme nicht sicher, welche Zinsbindung ihr Kredit haben soll. „Zwar geben lange Zinsbindungen Sicherheit, weil die genaue Höhe der Monatsrate für diesen Zeitraum fest steht. Allerdings befürchten Kreditnehmer, dass sie bei einem Zinsrutsch nicht aus dem Vertrag kommen und für den Zeitraum der Zinsbindung zu hohe Zinsen zahlen“, sagt Manfred Hölscher vom Bielefelder Baugeldvermittler Enderlein.

Der Baugeldvermittler rät zögernden Kunden grundsätzlich zu Festzinsdarlehen mit Ausstiegsoption. Zudem gibt es laut Enderlein erstmals einen Kredit, bei dem der Zinssatz einmalig nach unten angepasst werden kann – wenn die Zinsen fallen sollten. Mit dem Kredit „Münchener Vario“ können sich Immobilienkäufer die aktuellen Zinsen für fünf oder zehn Jahre festschreiben. Gleichzeitig haben sie die Option, die vereinbarte Kondition ohne Kosten und Gebühren einmalig anzupassen. „Nach dem vierten Jahr nach Vollauszahlung des Darlehens können die Konditionen einmalig gesenkt werden“, sagt Manfred Hölscher. Der Zinsaufschlag für das Optionsrecht beträgt 0,15 Prozent.

Finanzkrise: Bauherren profitieren von Zinsrutsch zu Wochenbeginn

Konditionen für Kredite geben binnen zwei Tagen um bis 0,44 Prozentpunkte nach / Lange Zinsbindungen ratsam

Angehende Häuslebauer können von den Turbulenzen an den Finanzmärkten profitieren.  Ein Großteil der Banken hat die Zinsen für Immobilienkredite zu Wochenbeginn deutlich gesenkt. Innerhalb zweier Tage sind die Konditionen nach Angaben des Baugeldvermittlers Enderlein um bis zu 44 Basispunkte gesunken. Kosteten Kredite mit 20-jähriger Zinsbindung vergangene Woche noch mehr als 5 Prozent, können sie derzeit zu Effektivzinssätzen ab 4,70 Prozent aufgenommen werden.

Damit notieren Bauzinsen aktuell auf einem Sechs-Monats-Tief. „Ein zehnjähriger Kredit über 200.000 Euro verbilligt sich durch den jüngsten Zinsrutsch um rund 6.000 Euro“, sagt Manfred Hölscher vom Baugeldvermittler Enderlein. Von den Konditionssenkungen sind Kredite mit kurzen und langen Zinsbindungen gleichermaßen betroffen, wobei Langläufer deutlich günstiger geworden sind.

 

„Darlehensnehmer sollten sich den derzeitig niedrigen Zinssatz mit einer langen Zinsfestschreibung von 20 Jahren sichern. 20-jährige Kredite sind im Augenblick sogar wieder etwas preiswerter als zehnjährige Darlehen“, sagt Hölscher. Wer ein konkretes Finanzierungsvorhaben hat, sollte nicht auf weitere Zinssenkungen spekulieren. „Das Zinstief erlaubt einen historisch günstigen Immobilienerwerb. Gerade Privatleute sollten raus aus spekulativen Investitionen und rein in die Backsteine.“

Immobilienkauf: Knapp jeder zweite Deutsche würde monatlich bis zu 200 Euro auf seine Miete drauflegen

Knapp jeder zweite Deutsche würde, im Vergleich zur bisherigen Miete, eine monatliche Mehrbelastung von 200 bis 300 Euro in Kauf nehmen, um mit einem Immobilienerwerb in die eigene Tasche zu finanzieren. Das hat die Baugeldstudie 2008 des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount ergeben.

Wenn es um die Finanzierung der eigenen vier Wände geht, würden viele Befragte monatlich mehrere hundert Euro auf ihre Miete drauflegen. 22,9 Prozent erklärten in der Umfrage, pro Monat 200 Euro mehr zahlen zu wollen. 300 Euro Mehrbelastung können sich 23,5 Prozent der Deutschen vorstellen. Lediglich 15 Prozent der Befragten wollen nicht mehr Geld investieren, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. „Doch eine Investition lohnt sich. Vor allem im Hinblick auf jährliche Mietsteigerungen und die aktuell günstigen Darlehenszinsen“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount.

Die Summe der zu zahlenden Miete übersteigt im Lauf der Jahre oft den Kaufpreis einer vergleichbaren Immobilie. Laut HypothekenDiscount sind daher sogar 12,3 Prozent bereit, maximal 500 zusätzliche Euro für eine Finanzierung aufzubringen. 16,4 Prozent könnten sich vorstellen, mehr als 500 Euro auf die Miete draufzuzahlen. Doch so ein hoher Aufschlag zur bisherigen Miete ist in vielen Regionen Deutschlands nicht notwendig: Eine Drei-Zimmer-Wohnung kostet in vielen Städten zur Miete durchschnittlich 700 Euro pro Monat. Mit diesem Betrag lässt sich oft eine gleich große Wohnung im Wert von 150.000 Euro finanzieren. „Die Rechnung Kaufen statt Mieten geht in vielen Städten fast immer auf“, sagt Oppel. „Die Belastung einer Finanzierung liegt monatlich meist nur gering über dem Betrag der zu zahlenden Miete.“


Die Studie in Zahlen:

Wie hoch dürfte die monatliche Mehrbelastung für eine Immobilienfinanzierung im Vergleich zur bisherigen Miete sein?

· Gar nicht höher: 15,1 Prozent

· Pro Monat maximal 100 Euro: 9,7 Prozent

· Pro Monat maximal 200 Euro: 22,9 Prozent

· Pro Monat maximal 300 Euro: 23,5 Prozent

· Pro Monat maximal 500 Euro: 12,3 Prozent

· Mehr als 500 Euro pro Monat: 16,4 Prozent

Finanzierung: Zinsen für fünfjährige Immobilienkredite nähern sich 2-Jahres-Tief

Der Zinsrutsch bei den Immobilienkrediten hält an. Erstmals seit knapp zwei Jahren können sich Immobilienkäufer bei der Kreditaufnahme wieder über eine drei vor dem Komma freuen. Nach Angaben des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount haben sich fünfjährige Immobilienkredite Ende November auf 3,84 Prozent verbilligt. Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung sind unter die 4,5-Prozent-Marke gerutscht.

„Immobilienkäufer profitieren vom nachlassenden Inflationsdruck und der schlechten Konjunkturstimmung“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Die Notenbanken rund um den Globus bemühen sich, die Liquidität auf den Finanz- und Kapitalmärkten zu sichern und mit geldpolitischen Maßnahmen eine lang andauernde Rezession zu verhindern. Mit niedrigeren Leitzinsen verbilligen sie Kredite. „Selbst der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean Claude Trichet, bereitet die Märkte ungewohnt offensiv auf weitere Zinssenkungen vor“, sagt Oppel.

Auch wenn die Konditionen für fünfjährige Immobilienkredite besonders günstig erscheinen, sollten sie nicht erste Wahl sein. Fünfjährige Zinsbindungen eignen sich laut HypothekenDiscount nur für Immobilienkäufer mit einem geringen Finanzierungsbedarf von unter 100.000 Euro sowie mit ausreichend Bonität. Empfehlenswert sind vielmehr Zinsbindungen von zehn oder 15 Jahren. Diese bieten langfristige Kalkulationssicherheit. „Der Aufschlag für diese Darlehen beträgt rund 30 Basispunkte und könnte sich in absehbarer Zeit noch verringern.“

Baugeldstudie: Deutsche würden Immobilien gerne frühzeitig erwerben

Das beste Alter, um eine Immobilie zu finanzieren, ist nach Meinung vieler Deutscher zwischen 25 und 35 Jahren. Das hat die Baugeldstudie 2008 des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount ergeben. „Obwohl ein frühzeitiger Immobilienkauf favorisiert wird, findet der tatsächliche Erwerb erst deutlich später statt“, sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount.

Laut der Baugeldstudie 2008 würden 55,6 Prozent aller Deutschen am liebsten im Alter von 30 bis 35 Jahren einen Immobilienkredit aufnehmen. 16,3 Prozent finden die Lebensphase zwischen 25 und 30 Jahren ideal. „Das Alter zwischen 35 und 45 Jahren, in dem die meisten Menschen tatsächlich eine Immobilie erwerben, halten lediglich 21,8 Prozent aller Befragten für optimal“, sagt Oppel.

Die Kluft zwischen Wunsch und Realität hat mehrere Ursachen. Einerseits verzichten viele junge Menschen auf den Eigentumserwerb, weil sie in ihren Augen nicht über das nötige Eigenkapital verfügen. Andererseits befürchten junge Leute, ein Immobilienkredit schränke sie ein. „Viele Menschen wissen nicht, dass der Immobilienkauf in jungen Jahren heute problemlos möglich ist“, erläutert Oppel.

Um Jüngeren den Immobilienerwerb zu erleichtern, vertreiben Vermittler und einige Banken seit September 2008 eine spezielle StarterHypothek. Sie bietet Kreditnehmern in den ersten Jahren einen verbilligten Zinssatz. Zudem können sie den Tilgungssatz bis zu fünf Mal kostenlos ändern. Dadurch können sie die monatliche Kreditbelastung nach oben oder unten anpassen – wenn sie beispielsweise eine Gehaltserhöhung erhalten oder Nachwuchs erwarten. Vor einigen Wochen kam ein weiteres Darlehen speziell für Jungverheiratete auf den Markt. Dieses bietet nicht nur die Möglichkeit, die Tilgungsleistung an die Lebensumstände anzupassen. Junge Kreditnehmer können sich ebenso bereits geleistete Tilgungen wieder auszahlen lassen. „Zudem benötigen Kreditnehmer heute nicht mehr dringend ein Drittel des Immobilienpreises als Eigenkapital“, sagt Oppel.

Seit mehreren Jahren können Immobilienkäufer laut HypothekenDiscount Kredite mit hohen Beleihungsausläufen aufnehmen. Der Zinsaufschlag für Vollfinanzierungen beträgt aktuell zwischen 0,4 und 1,1 Prozent. Junge Immobilienkäufer, die nur die Nebenkosten aufbringen können, bezahlen rund 5 Prozent für ihren Kredit. Die neuen Kreditarten ermöglichen auch in Deutschland das Modell der Lebensabschnittsimmobilie. Junge Menschen starten mit einer kleinen Eigentumswohnung. Sie dient als Basis für weitere Immobilienkäufe im Alter.


Die Baugeldstudie 2008 in Zahlen:

Wann ist in ihren Augen der beste Zeitpunkt für eine Immobilienfinanzierung?

· Zwischen 25 und 30 Jahren: 16,3 Prozent

· Zwischen 30 und 35 Jahren: 55,6 Prozent

· Zwischen 35 und 45 Jahren: 21,8 Prozent

· Über 45 Jahre: 1,1 Prozent

· Nach der Heirat: 3,8 Prozent

· Nach der Geburt eines Kindes: 1,3 Prozent